Liebe und Freiheit in der Partnerschaft
Liebe ist ein Kind der Freiheit
Diese Grundannahmen sind die Grundlage für die Übungen an diesem Wochenende. Sicher kann man/frau über diese, wie über alle Aussagen zum Thema Liebe und Partnerschaft unterschiedliche Meinungen haben, doch hier geht es nicht um Meinungen, sondern Erfahrungen. Um mit diesem Thema neue Erfahrungen sammeln zu können, ist es gut, sich erst einmal auf diese Grundannahmen einzulassen. Je nachdem wie Deine Erfahrungen dann ausfallen und welche Schlüsse Du daraus ziehst, wirst Du sie in Dein Leben integrieren oder, als für Dich ungeeignet, verwerfen.
- Liebe ist Freiheit - Nur auf dem Boden von Freiheit und Freiwilligkeit kann Liebe wachsen. Wer aus Angst vor Liebesverlust und Mangel an Selbstwert versucht, die Liebe einzusperren, zerstört die Liebe.
- Wirkliche Freiheit gibt es nur in Liebe - nur wer ein offenes Herz hat, ist wirklich frei. Es geht hierbei nur in zweiter Linie um äußere Freiheiten. Innere Freiheit kann ich mir nur geben, wenn ich mich selbst liebe. Wenn ich einen anderen Menschen liebe, werde ich seine Freiheit nicht begrenzen und auch seine Grenzen nicht verletzen.
- Echte Freiheit ist niemals gegen den Anderen gerichtet - Wer frei ist, wird kein Bedürfnis haben, die Grenzen eines Anderen zu verletzen oder ihm Schmerzen zufügen. Achtung: Wenn sich Dein Gegenüber durch Deine Freiheit verletzt fühlt, kann es gut sein, dass Du ihm/ihr nur seine/ihre eigene Unfreiheit vor Augen geführt hast. Dies geschieht beim Thema Sex sehr oft. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen. Das gilt für beide Partner, also auch für Dich.
- Der Gegenpol der Liebe ist die Angst - Wer nicht lieben kann, hat Angst. Angst vor Hingabe, vor der Wahrheit, vor Verletzung, vor Sex, vor Verlust, vor sich selbst und vor der Liebe. Andersherum: Je weniger Angst ich habe, um so größer ist meine Liebe. Um so leichter kann ich mich hingeben und vertrauen.
- Eifersucht, Neid, Missgunst sind Ängste - der Eifersüchtige hat Angst vor Verlust (z.B. Machtverlust) und hinter dieser Angst steht meist ein Mangel an Selbstbewusstsein und Selbstliebe. Neid und Missgunst sind die Angst davor, selbst nicht genug zu haben oder zu sein.
- Dein Partner ist immer auch Dein Spiegel - Er spiegelt Dir gleichermaßen das was Du an Dir liebst, wie das was Du nicht sehen willst (Deinen Schatten) Wenn Du ein Thema mit einem Partner nicht lösen kannst/willst, kannst Du versuchen es mit dem nächsten Partner zu lösen (das heißt in einen neuen Spiegel schauen), doch Dein Thema wirst Du nicht los indem Du die Partner (die Spiegel) wechselst.
- Liebe ist bedingungslos - solange ich verlange, dass mein Partner dies tut und jenes lässt, damit ich ihn/sie weiter lieben kann, stelle ich Bedingungen. Wenn ich meinen Partner liebe, möchte ich, daß er tut, was er/sie will. Im Hier und Jetzt heißt das: „Ich liebe Dich, so wie Du bist" In die Zukunft blickend: „Entwickle Dich und wachse wohin Du willst. Wenn ich kann, (will) werde ich Dir folgen. Wenn ich kann, (will) werde ich dich weiter lieben".
- Selbstliebe ist der erste Schritt - nur wer sich selbst liebt, kann einen anderen Menschen lieben. Wer sich selbst erlaubt frei zu sein, ist in der Lage die Freiheit des Partners zu achten (und zu lieben).
Affirmation:
„Ich liebe Mich und gebe mir die Erlaubnis, frei zu sein. Ich wähle meine Erfahrungen selbst und wünsche mir, daß auch Du tust, was Du willst. Ich liebe Deine Freiheit, denn ich liebe Dich."
Dieses Bekenntnis ist aus einem Tantra-Seminar "Liebe und Freiheit" von Hardwin